2018 review – about love and lemons pt. II

2018 review – about love and lemons pt. II

Love und Lemons – 2018 war ein bewegtes Jahr, voller Höhen und Tiefen, zum Glück eindeutig mehr Höhen als Tiefen, wie ich voller Dank feststellen muss. Hier findet ihr bereits den ersten Teil meines 2018 Recaps – heute geht es mit dem vielleicht etwas emotionaleren Teil weiter.

Love 

2018 war bei mir definitiv das Jahr der Liebe. Der Umzug nach Frankfurt, näher zu meiner Familie. Die Tatsache, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen durfte (und darf) und natürlich, die Hochzeit.
N. und ich haben am 26. Mai auf einem romantischen Klostergut geheiratet und hatten den wohl bisher schönsten Tag in unserem Leben. Es war ein Tag, der in vielen Hinsichten anders gelaufen ist als geplant, aber erfüllt war von so viel Liebe und Magie. Wir hatten eine freie Trauung geplant und haben lange gezittert, ob das Wetter mitspielen würde. Noch knapp eine Woche vor der Hochzeit sah es nach Gewitter und Regen aus. Je näher wir kamen, desto besser die Aussichten. Schlussendlich war unser Hochzeitstag einer der heißesten Mai Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnung – was mit Smoking und einigen Tülllagen auch nicht ideal war, aber natürlich beschwere ich mich nicht. Beschwerden haben auf einer Hochzeit grundsätzlich nichts verloren und ich möchte niemals undankbar sein, diesen besonderen Tag erlebt zu haben.

Apropos Tülllagen: mein Kleid ist durchaus ein anderes Beispiel für es kommt immer anders als man denkt. Ich wollte von Beginn an ein eher schlichtes Kleid mit wenig Spitze. Schlicht aber besonders, genauso ein Kleid hatte ich gefunden. Bis zu jenem Tag. Meine Mutter und ich besuchten eine Frankfurter Boutique für Couture Braut- und Abendkleider, eigentlich um für sie das passende Abendkleid zu finden. Es endete damit, dass ich ein Kleid anhatte, dass ich mir nie an mir hätte vorstellen können. Spitze, Schleppe, viel Tüll – nicht steif wie ein Sissi Kleid, der Tüll war etwas wilder, romantischer. Trotzdem war es etwas, dass ich nie an mir gesehen hätte und dann stand ich da und wusste, dass ist mein Kleid und kein anderes. Es war trotz des Tülls und der Spitze irgendwie noch zart und romantisch, es war wohl so etwas wie ein Bohemian Princess Kleid. 

Ich habe unser Hochzeitsvideo mit euch geteilt, mich sonst jedoch eher bedeckt gehalten. Für mich ist eine Hochzeit ein sehr privates und intimes Event, dass wir auch nicht im großem Kreise feiern wollten und was ich vor Allem nicht kommerzialisieren wollte. Ich wurde tatsächlich relativ häufig gefragt, warum ich keine Kooperation für beispielsweise Eheringe, Brautkleid etc. ausgehandelt habe – aber der Tag gehörte uns, N. und mir und unseren Familien und Freunden – keinen Kooperationspartnern. Ohnehin ging der Tag viel zu schnell rum, was bei mir sogar zu einer kleinen Post Bridal Depression geführt hat. Hätte ich den Tag noch mit Postings, Instagram Stories und zusätzlicher Content Production verbracht, wäre nicht viel übrig geblieben von der Magie. 

2018-recap

Lemons

Ehrlich gesagt bin ich nach der Hochzeit in ein kleines Tief gefallen. Ein Jahr der Planung, dass mir stellenweise viele Nerven geraubt hat. Vorfreude, Nervosität und es war so unfassbar schnell vorbei. Die Tatsache, dass unsere Familien und Freunde große Strecken auf sich genommen haben um den Tag mit uns zu verbringen ist für uns so eine Ehre, aber auf der anderen Seite macht es uns auch traurig zu wissen, dass wir in dieser Runde nicht mehr zusammen kommen werden und der Tag so unfassbar schnell verflogen ist. 

Das Leben ist manchmal wie eine Drehtür. Manche Menschen begleiten dich ewig, andere Freundschaften halten nur kurz und andere waren nie welche. Auch 2018 habe ich menschliche Enttäuschungen erlebt von Personen, die viel versprechen und für die man so viel gibt. Zeit aufbringt um da zu sein, zu zuhören, zu unterstützen und von denen man dann doch auf Grund von Launen, eigener Unzufriedenheit oder purem Egoismus fallen gelassen wird. Dennoch: ich bin auch für diese Erfahrung dankbar, denn sie zeigen ja in gewisser weiße auch, auf wen man sich verlassen kann und ich fühle mich gesegnet für meine Familie, meinen Mann und meine Freude.

Thoughts and whishes

Ich bin dankbar für das wundervolle Jahr 2018, zum ersten Mal in meinem Leben bin ich fast etwas traurig und wehmütig, dass das Jahr vorbei ist. Ich kenne keinen Menschen, bei dem ein Jahr ohne Tiefen vergeht, aber ich muss sagen, bei mir gab es durchaus sehr wenig, dass das Jahr hätte trüben können. 

2018-recap

Ich bin niemand, der Vorsätze und Wünsche an einem Datum festmacht. Wenn ich unzufrieden bin und etwas an mir, meinem Leben ändern möchte, brauche ich dafür kein Datum. Trotzdem hat man natürlich trotzdem insgeheim Wünsche oder Dinge, auf die man nicht immer direkten Einfluss hat, aber die sich im Idealfall doch bitte möglichst schnell ändern sollen.

Ich habe das Gefühl das Thema Influencer Bashing hat 2018 richtig Fahrt aufgenommen und ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Ich selbst finde überinszenierte Bilder mit Lichterketten, Einhörnern und Co. für mich persönlich auch wenig ansprechend und spätestens bei Werbung für Klosteine muss auch ich die Augen rollen. Es gibt sicherlich genug Influencer, die eine andere Definition des Jobs haben als ich, was auch vollkommen in Ordnung ist. Ich möchte mich kreativ ausleben, inspirieren und Bildstimmungen vermitteln und keine Selfies posten um meine selbstempfundene Schönheit zur Schau zur stellen. Dennoch: jeder Blogger hat seine Existenzberechtigung und sollte mit dem nötigen Respekt behandelt werden. Influencer Bashing wird uns vermutlich noch eine Weile begleiten, aber als ehemalige Online Marketing Managerin bin ich mir sehr sicher, dass Influencer Marketing keine Modeerscheinung ist, sondern sich fest im Marketing-Mix etablieren wird.

Grundsätzlich würde ich mir auch unter Bloggern etwas mehr Offenheit und Respekt wünschen. Als ich nach Frankfurt kam, wurde mir erstmal gesagt, mein Style passe eigentlich so gar nicht hier her. Persönlich finde ich diese Aussage sehr unreflektiert – denn wie soll Authentizität herrschen, wenn man seine Bildgestaltung an vorherrschenden Accounts der Stadt anzupassen hat. Ich respektiere jeden Blogger/Influencer aus Frankfurt und natürlich darüber hinaus – ganz unabhängig von seinem/ihrem persönlichen Style und ob er meinem persönlichen Geschmack entspricht oder nicht. Es muss nicht alles schlecht sein, was anders ist als das Eigene.

2018-recap
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10 Kommentare

  1. 7. Januar 2019 / 23:46

    Liebe Tori,

    wieder kann ich dir in so vielen Punkten nur zustimmen! Die post-bridal Depression durfte ich auch erleben und muss sagen, dass ich wirklich von diesen Gefühlen überrascht und überfordert war. Man hat gehofft, man zehrt noch lange von diesem Tag und schwebt auf Wolke 7 aber irgendwie fühlte es sich erstmal nur traurig an.
    Als Bloggerin schätze ich dich sehr und du wirst deinen Weg gehen, da bin ich mir sicher!

    Liebe Grüße, Ena
    http://www.enachrist.com

  2. 8. Januar 2019 / 16:35

    Meine Liebe, ich war schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und auch dieses Mal hast du mich wieder an so vielen Punkten nicken lassen – gerade das Influencer Bashing und der Neid war auch 2018 nicht weniger, wahrscheinlich sogar mehr. Und umso beser, dass du deinen Stil NICHT angepasst hast – den genau dies macht doch die bunte Infleuncer- Welt aus.
    Einen Wunsch habe ich allerdings für 2019: dass wir uns wieder öfter sehen ♥

    xxx
    Tina

    https://styleappetite.com

  3. 8. Januar 2019 / 18:06

    Daaaaanke für diesen Rollenbilder Beitrag, Hase! Du sprichst mir besonders im letzten Part aus der Seele. Auch werde ich 2018 vermissen, freue mich aber gleichzeitig soooo sehr auf alle neuen Herausforderungen und Chancen im neuen Jahr… Auch mit dir!
    Danke auch dafür, dass ich bei deiner Hochzeit dabei sein durfte und du mir so eine gute Freundin warst. Ich freue mich auf 2019 und viele weitere wichtige Events mit dir
    Xx
    Clarissa

  4. 9. Januar 2019 / 10:34

    Und wieder begleite ich das lesen mit einem zustimmenden Nicken. Das leichte Tief nach deiner Hochzeit kann ich absolut verstehen, bei uns war bereits die standesamtliche , aber unsere große Hochzeit findet in diesem Jahr statt und es gibt immer noch etwas zu planen. Ich bin jetzt schon aufgeregt, zumal der kleine Fratz , der dieses Jahr zu Welt kommt, am Anfang der Planung , noch nicht auf dem Plan stand ;)) Aber das macht es nochmal zu etwas besonderem!
    Bei der Einstellung zum bloggen bin ich absolut bei Dir, bitte behalte es Dir bei !

    Freue mich auf ein spannendes Jahr !!!

    Alles Liebe, Tascha
    http://www.taschasdailyattitude.com

  5. 10. Januar 2019 / 11:39

    Wunderbar geschrieben und ich stimme dir in allen Punkten 100% zu! Ich bewundere die kreative Umsetzung der Lichterketten/Teddy Lifestyle Posts einerseits, kann sie aber andererseits auch nicht mehr sehen, da es einfach zu viele Nachmacher gibt.

    Am besten gefiel mir „Es muss nicht alles schlecht sein, was anders ist als das Eigene .“ Damit triffs du den Nagel auf den Kopf und ich finde, dass dieser Gesellschaft ganz allgemein mehr Toleranz und Offenheit gut stehen würde.

    Deine Bilder sind auch wieder sehr schön! Schlicht, elegant und ohne schnick schnack. Mag ich sehr!♥️

    Ich wünsche dir für 2019 nur das Beste und das dieses Jahr so wunderbar wird wie das letzte 😊

    Alles Liebe
    Verena

    https://www.my-philocaly.com/goals-projects-resolutions-for-2019/

  6. 13. Januar 2019 / 19:55

    Toller Look Liebes und super schöner Text!!

  7. 13. Januar 2019 / 22:02

    Ein richtig toller Jahresrüblick Liebes, toll geschrieben. Im Punkt Vorsätze sehe ich das Ganze genauso wie du – man braucht kein „Anfangsdatum“, um etwas umzusetzen. Wenn man etwas wirklich will, sollte man sich direk dran setzen!
    Auch zum Thema Influencer Bashing und Transparenz bei Bloggern bin ich ganz bei dir – hoffen wir mal, dass sich das in Zukunft um einiges bessern wird!! 🙂

    Toller Beitrag, weiter so! ❤️

  8. 15. Januar 2019 / 8:51

    Liebe Tori,
    Auch der zweite Teil deines Jahresrückblicks ist wunderbar geschrieben, mit so viel Feingefühl.
    Das Sinnbild der Drehtür hat mir besonders gut gefallen, obgleich es so schmerzlich ist, so hast du leider recht damit.
    Du hattest ja das Video und auch das ein oder andere Bild zur Hochzeit geteilt und ich muss sagen: du hast wirklich märchenhaft ausgesehen! Das Kleid , wenngleich es nichtwie ursprünglich geplant schlicht war, ein absoluter Traum! Selten ein so wunderschönes Brautkleid gesehen 😉
    Bin gespannt, was das Jahr 2019 für dich bereit hält! Wünsche dir ganz viel Love und wenig Lemons 😉
    Alles Liebe,
    Katharina ♥

  9. 17. Januar 2019 / 9:47

    Ganz toller Beitrag, auch bei meiner Hochzeit kam einiges anders als erwartet! Aber trotzdem bleibt es für mich ein ganz besondere Tag, tatsächlich würde ich es nicht anders machen. Depressiv war ich eher nach meinem JGA 😅
    Denn Anzug finde ich übrigens auch echt klasse! Super toller Look und steht dir einfach mega.

    Liebe Grüße Tiffy von tiffyribbon.com

  10. 25. Januar 2019 / 0:02

    Ein wirklich toller Rückblick meine Liebe. Das klingt doch auch nach einem tollen Jahr.
    Mit dem Influencer Bashing gebe ich dir auch total Recht!
    Und das mit der Hochzeit kann ich sehr gut nachvollziehen, obwohl ich selbst noch nicht geheiratet habe 🙂
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

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