Kopenhagen Fashion Week – ein Review.

Kopenhagen Fashion Week – ein Review.

Nach gefühlt ewigen Wochen der Vorfreude war es so weit und verging dann auch irgendwie schon wieder wie im Flug – die Kopenhagen Fashion Week. Und obwohl ich ein großer Fan des Scandi Styles bin, war es mein erstes Mal überhaupt in Kopenhagen. 
Nachdem die Stockholm Fashion Week und Oslo Runway ausfallen und viele nicht-dänische Brands (bspw. Lala Berlin und Mykke Hoffman aus Deutschland) auch im Rahmen der Kopenhagen Fashion Week ihre Kollektionen zeigen, war der Schedule relativ straff. Aber auch eng getaktete Zeitpläne und weit auseinander liegende Show Venues ändern nichts an der skandinavischen Lässigkeit und so fängt eine Show auch locker mal mit 60 Minuten Verspätung an. Aber nein, keine Sorge – es wird kein Mecker Review in Berlin Manier, denn selbst meine urdeutschen Instinkte und Verlangen nach absoluter Pünktlichkeit haben sich der skandinavischen Lockerheit untergeordnet. 

Nachhaltigkeit

Keine Fashion Week setzt so sehr den Fokus auf das Thema der Nachhaltigkeit wie Kopenhagen. Cecilie Thorsmark, CEO der Kopenhagen Fashion Week sieht es als besonderes Ziel, Nachhaltigkeit attraktiver zu machen und sieht neben den Brands auch Presse und Influencer in der Pflicht und spricht von einer moralischen Aufgabe. Charlotte Eskildsen, Gründerin von Designers Remix möchte bis 2020 vollständig aus recycelten Materialien produzieren und auch auf Stoffe, die sich nicht nachhaltig beschaffen lassen, verzichten. Auch Stine Goya legt besondere Aufmerksamkeit auf das Thema und verwendet unter anderem Bio-Seide aus leeren Kokons der Seidenraupen, natürliche Färbemittel aus beispielsweise Kräutern oder aus PET recycelten Pailletten. Das Thema nachhaltiger Mode war quasi omnipräsent und die Kollektionen verschiedener Designer haben gezeigt, dass Nachhaltigkeit und Öko-Mode definitiv nicht trist und boring ist.

Kopenhagen Streetstyle und der Scandi Style

Der Streetstyle in Kopenhagen ist sicherlich legendär – nirgends sieht man so viele schöne und stylische Frauen wie hier – heißt es zumindest und yes! I agree. Aber was genau ist Scandi Style eigentlich? Für die einen bedeutet es Reduziertheit, klare Schnitte und minimalistischer Style wie bei Sophia Roe oder Pernille Teisbaek  – für die anderen ist es der farbenfrohe und verspielte Style einer Emili Sindlev. Ich habe den Eindruck, dass in den großen Topf des Scandi Styles alles reingeworfen wird was irgendwie stylisch ist – ob bunt oder beige, maskulin oder feminin, verspielt oder minimalistisch. Und genau das hat für mich den Kopenhagen Streetstyle ausgemacht: die große Vielfalt und Raum für persönliche Styles, statt tristem Einheitslook. 

Kopenhagen Fashion Week – mein Fazit

It was a blast! Und definitiv nicht meine letzte Fashion Week in Kopenhagen. Mit Blick auf die Zukunft und der moralischen Verantwortung bewusst, zeigen die Labels jeweils Kollektionen, die den perfekten Spagat schaffen zwischen der eigenen DNA treu bleiben und dabei einen Schritt weiter gehen und etwas Neues zeigen. Dabei gibt es in Kopenhagen Raum für Labels, die unterschiedlicher nicht sein können – bunt, sexy und verspielt bei ROTATE Birger Christensen bis hin zu sportlich und schlicht wie bei Blanche. In Kopenhagen zelebriert man die Mode, die Vielseitigkeit und den kreativen Freiraum. In dem Sinne: cheers Copenhagen and see you again soon!! 

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