Gedanken des Monats – Mode und Nachhaltigkeit

Gedanken des Monats – Mode und Nachhaltigkeit

Mode und Nachhaltigkeit – ein Thema, dass mich zunehmend beschäftigt. Als Fashion Bloggerin ist der Konsum von Mode, Produkten und Trends täglich Brot. Dabei bin ich grundsätzlich auch ein Fan von Fast-Fashion Labels wie Zara, Mango & Co. Dementsprechend schockiert war ich, als ich gelesen habe, wie umweltschädlich die Modeindustrie tatsächlich ist. Mode ist in gewisser Weise ein Wegwerfprodukt geworden – während es früher Sommer- und Wintermode gab, wechseln die Trends gefühlt wöchentlich und Klamotten werden weniger und immer kürzer getragen. Um da mithalten zu dürfen, sollte Mode natürlich für den Konsumenten natürlich möglichst erschwinglich sein – die Rechnung zahlen Arbeiter und Natur, denn nach der Ölindustrie ist die Mode der zweitgrößte Umweltverschmutzer auf der Welt. 

Alleine die Inditex Tochter Zara bringt wöchentlich (ja, wöchentlich!) eine neue Kollektion. Und ich muss gestehen, es kam bisher äußerst selten vor, dass ich einen Zara betreten habe und nicht mindestes ein Teil gefunden habe, dass ich gerne in meinem Kleiderschrank hängen sehen würde. Aber muss das sein? Die Mode wird immer schnelllebiger, neue Kollektionen, neue Trends im Wochentakt – dabei zu bleiben wird ein Ausdauerspiel. Können wir nicht einfach mal Stop sagen? 

Mode und Nachhaltigkeit: müssen wir alles mitmachen?

Unsere Generation konsumiert so viel wie keine Generation zuvor, dabei spielen Aspekte wie Qualität und Beständigkeit offensichtlich eine immer unbedeutendere Rolle. Wieso auch, wenn das Teil mit dem ich gerade an der Kasse stehe in einem Monat schon wieder out ist? Ist die Modeindustrie eine Wegwerf-Industrie geworden? Und wie kann ich aussteigen aus dem Wahnsinn? Ich weiß, nicht jeder Blogger hat ein großes Budget, aber ist es nicht an uns zu sagen, diesen Trend mache ich nicht mit? Nicht, weil er mir nicht gefällt, aber weil ich zum einen nicht wie eine Zara Schaufenster Puppe aussehen möchte und zum anderen ein wenig Beständigkeit in meinen Schrank bringen möchte? Ist es nicht ohnehin anspruchsvoller und auch spannender, wenige, hochwertige Teile neu zu interpretieren und verschieden zu stylen? Oft leihe ich mir bestimmte Statement Pieces auch von Freunden aus. In Zeiten von Car Sharing und Co. – wieso noch der Drang etwas unbedingt besitzen zu müssen. 

Ich möchte nicht mahnend den Zeigefinger heben, ich möchte auch keineswegs eine Anti-Zara Kampagne fahren, geschweige denn zum Boykott aufrufen. Auch ich kaufe gerne bei dem Fast-Fashion Label ein. Aber vielleicht sollten wir unser Konsumverhalten öfter hinterfragen, nicht jeden Trend blind mitmachen und dafür öfter mal in nachhaltige und zeitlose Teile investieren. 

 

 

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1 Kommentar

  1. 23. November 2018 / 19:48

    Du hast absolut Recht. Leider sehe ich das auch bei mir. Es passiert schon, dass ich manche Sachen nur ein oder zwei mal anziehe. Zwischendurch stelle ich fest, dass ich doch so viele Sachen nicht brauche. Ab und zu werde ich schwach. Auf jeden Fall anstatt so oft Klamotten zu kaufen, soll man vielleicht lieber lernen die Sachen, die man hat, auf verschiedene Weise zu kombinieren. Ich bin grade dabei.
    Toller Beitrag!

    Liebe Grüße
    Alicja von http://www.miss-alice.net

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